Die Heidestadt Dahlen 

Direkt an der Verbindungsstraße zwischen Oschatz und Torgau liegt am südlichen Rand des gleichnamigen Waldgebietes Dahlen, das der Stadt auch den Namen "Südtor zur Dahlener Heide" gab. Die Dahlener Heide, ein 150 km² großes Waldgebiet zwischen Elbe und Mulde, bietet eine besondere Idylle durch ihre abwechslungsreiche Landschaft. Dahlen ist Ausgangspunkt vieler Wanderwege.
Bereits im Jahre 1188 urkundlich erwähnt und seit 1228 im Besitz des Stadtrechts, erlebte Dahlen im Laufe seiner Entwicklung schwere Rückschläge durch verheerende Stadtbrände, Kriege, Pest und Hungersnöte. Bedingt durch die günstige Lage im Kreuzungsbereich zweier wichtiger Handelsstraßen war aber es immer wieder möglich, sich wirtschaftlich zu erholen.
Ausgeprägte Land- und später die Forstwirtschaft gaben Dahlen seit jeher den typischen Charakter eines Landstädtchens, in dem sich kleine Handwerks- und Gewerbebetriebe sowie der Handel entwickeln konnten.
Heute leben in Dahlen mit seinen Ortsteilen Schmannewitz mit Ochsensaal, Börln mit Bortewitz, Radegast, Schwarzer Kater und Großböhla mit Kleinböhla bzw. Neuböhla rund 5.500 Einwohner.
Der Markt mit dem Rathaus, im Jahr 1888 in seiner heutigen Form erbaut, sowie die angrenzenden Bürgerhäuser geben dem Stadtkern ein harmonisches Bild.
 
Ganz in der Nähe befindet sich auch das kleine Heimatmuseum mit seinen noch funktionierenden Musikapparaten und einer kleinen Waffensammlung.
Dahlener Rathaus

Stadtkirche von Dahlen Nicht zu übersehen ist die Stadtkirche "Unser Lieben Frauen", die auf eine über 500jährige Geschichte zurückblicken kann. Besonders sehenswert ist neben dem Annenaltar das an der Südseite des hohen Chores befindliche Wandgemälde, das den heiligen Christopherus mit Christuskind darstellt.
In die Geschichte ging Dahlen mit der Unterzeichnung des "Hubertusburger Friedens" nach Beendigung des Siebenjährigen Krieges ein. Der Preußenkönig Friedrich der Große, der in der Zeit vom 19. Februar bis 31. März 1763 Gast im Dahlener Schloß
war, unterzeichnete hier am 21. Februar 1763 den Friedenskontrakt. Das spätbarocke Schloß, von dem bedeutenden kursächsischen Staatsminister Graf Heinrich von Brünau in der Zeit von 1744 bis 1751 erbaut und von Adam Friedrich Oeser, dem
Leipziger Kunsttheoretiker, künstlerisch ausgemalt, gehörte zu den berühmtesten Herrensitzen in Sachsen. Nach den umfangreichen Restaurierungsarbeiten brannte es am 21. März 1973 vollständig aus.
 
Sackhupper auf dem Dahlener Markt - Einer Legende nach ist Dahlen auch als "Sackhupperstadt" bekannt geworden. Richtig ist wohl, daß im vorigen Jahrhundert ein Fuhrwerksbesitzer jährlich einmal ein Kinderfest veranstaltete und sich als neuen Spaß auch das Sackhuppen ausdachte.

----Sackhuppperlied----

Markt mit Sackhupper-Denkmal
Dahlener Jugendherberge Über die Landesgrenzen hinaus hat sich die am Ortsausgang gelegene Jugendherberge, eine der schönsten in Sachsen, einen Namen gemacht. Unzählige Gruppen, aber auch Einzeltouristen konnten hier bereits Unterkunft und Erholung finden.

Informationen erhalten Sie über:
Stadtverwaltung Dahlen
Markt 4
04774 Dahlen
Tel.: (034361) 8120