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Die
Kreisstadt Torgau |
Im Norden
des Landkreises Torgau-Oschatz liegt die über 1000 Jahre alte Renaissancestadt
Torgau. Umgeben von den Waldgebieten der Dübener, Dahlener und Annaburger
Heide leben hier ca. 20.200 Bürger des Landkreises. Zu erreichen ist
Torgau über die Bundesstraßen B 87, B 182 und B 183, die Bahnstrecke
Leipzig-Cottbus und den Elbehafen, der 1998 sein 100-jähriges Bestehen
feiert. Im Juni 1993 wurde die neue Elbebrücke für den Verkehr
übergeben. Zusammen mit der Erneuerung weiterer Straßenabschnitte
konnte damit der Verkehrsfluß auf der B 87 wesentlich verbessert
werden.
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Stadt an der Elbe ist die am besten erhaltene Renaissancestadt Europas
und zählt zu den touristischen Zentren im Freistaat Sachsen. Als "Amme
der Reformation" bezeichnet, wurden hier 1530 die "Torgauer Artikel" verfaßt,
der "Torgauer Bund" gegründet und 1544 die Schloß- Kapelle als
erster protestantischer Kirchenneubau geweiht. Torgau ist die einzige Lutherstadt
in Sachsen. Der Reformator weilte nachweisbar über vierzigmal in Torgau.
Die letzte Ruhestätte seiner Frau Katharina befindet sich in der Kirche
St.Marien, einem eindrucksvollen spätgotischen Hallenbau. Bedeutende
Persönlichkeiten, wie Johann Walter, Heinrich Schütz und Lucas
Cranach d.Ä., wirkten ebenfalls in Torgau. |
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Aus
der Zeit der sächsischen Kurfürsten stammt das Frührenaissance-Schloß
Hartenfels. Bärenzwinger sowie Schloß-und Rosengarten runden
den Komplex ab. Ein architektonisches Kleinod befindet sich im Schloßhof:
Der berühmte große Wendelstein. Der Wendelstein, der "Schöne
Erker" und die Schloßkirche sind noch heute bewunderte Baudenkmale.In
diesem Schloß wurde 1627 die erste deutsche Oper "Daphne" von Heinrich
Schütz uraufgeführt. Heute ist Schloß Hartenfels der Hauptsitz
des Landratsamtes Torgau-Oschatz. Die strategische Lage veranlaßte
Napoleon 1811, den Ausbau Torgaus zur bedeutendsten Festung an der Elbe
zu befehlen. Durch die Ergebnisse des Wiener Kongresses fiel Torgau 1815
an Preußen. Damit begann eine Entwicklung zur Garnisons- und Beamtenstadt. |
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Bedingt
durch die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bestehenden Festungsanlagen
begann die Industrialisierung erst recht spät
mit
dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Die ersten Fabriken entstanden außerhalb
des Stadtkerns. Dadurch verzögerte sich der
wirtschaftliche
Aufschwung. Das bis heute gut erhaltene Renaissance-Stadtbild ist dieser
Tatsache zu verdanken.
Am
25.April 1945 kam es in der Nähe von Torgau zur ersten Begegnung zwischen
Soldaten der amerikanischen und der sowjetischen Armee. Das Denkmal an
der Elbe erinnert an das historische Ereignis, als die Stadt Torgau kurzzeitig
Weltgeschichte schrieb.
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Obwohl
die Jahrhunderte nicht spurlos an der Stadt vorübergegangen sind,
beeindrucken die Sehenswürdigkeiten des historischen Stadtkerns im
Zusammenwirken mit vielen Details den Betrachter nachhaltig. Viele kleine
und große Geschäfte, Gaststätten und Cafés laden
zu einem Besuch in Torgau ein.
Neben
den traditionellen Unternehmen, Flachglas Torgau GmbH und Villeroy &
Boch Faiencerie Torgau, hat sich in den letzten
Jahren
eine große Anzahl klein- und mittelständischer Unternehmen angesiedelt.
Zur Sicherung eines weiteren wirtschaftlichen
Aufschwungs
hat Torgau zwei Gewerbegebiete erschlossen, die auf 610.000 Quadratmetern
zusammen mit den in der Stadt
lebenden
qualifizierten Facharbeitern aus den bisherigen Haupterwerbszweigen, eine
solide Grundlage für Investoren bilden.
Seit
Ende 1996 steht Existenz- und Neugründern ein breites Leistungsangebot
im TGZ Torgau zur Verfügung. Das TGZ
betrachtet
sich als wirtschaftsfördernde Einrichtung sowie als Zentrum des Wissenstransfers
für klein-und mittelständische
Unternehmen
der Region.
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Eine
erfolgreiche Bilanz weist der Bereich der kommunalen Infrastruktur auf.
Durch den neuen Anbau des Kreiskrankenhauses Torgau, der Anfang Juli in
Betrieb genommen wurde und über 170 Betten, 4 OP-Säle sowie eine
moderne Küche verfügt, konnte die medizinische Versorgung der
Bevölkerung wesentlich verbessert werden. Mit der Einweihung des kreislichen
Johann-Walter-Gymnasiums im Dezember 1995, in der Schloßstraße
neben der ehemaligen "Alltagskirche" gelegen, wurden die Lernbedingungen
für die dortigen Schüer wesentlich verbessert. |
Auch
an Rad- und Wanderfreunde hat Torgau gedacht. So kreuzt der internationale
Elbe-Radweg das Stadtgebiet und weitere Rad- und Wanderwege führen
zum Großen Teich und in die schon erwähnten Heidegebiete.
1990
hatten sich über 90 % der Bürger des Altkreises Torgau für
die Zugehörigkeit zum Freistaat Sachsen ausgesprochen. Im Jahr 1996
war Torgau der Gastgeber für den 5." Tag der Sachsen". Dabei konnten
310.000 Besucher ein gelungenes Volks- und Vereinsfest in der nördlichsten
Stadt Sachsens erleben.
Die
Entwicklung der letzten Jahre und eine optimistische Einstellung für
das Künftige geben uns die Zuversicht, weiterhin eine attraktive sächsische
Kreisstadt mit dem Sitz des Landratsamtes Torgau-Oschatz zu sein.
Informationen
erhalten Sie über:
Torgau-Informations-Center
Markt 1
04860 Torgau
Tel: 03421 - 70 14 0
Fax: 03421 - 70 14 15